Erektile Störungen - die körperlichen Ursachen

Erektile Störungen - die körperlichen Ursachen

viagra Im Alter ist eine Zunahme der Krankheit nahezu unausweichlich. So leiden mehr als 30 % der Männer in den sechziger Jahren an der Erektionsstörung. Lange glaubte man, dass diese Störungen vor allem eine psychische Ursache haben. Am Ende des letzten Jahrhunderts widerlegt werden und wird nur noch in den seltensten Fällen diagnostiziert.

Bis Dr. Brightley auf einer Konferenz für Urologen im Amerika des Jahres 1983 auf die Bühne ging, sich zuvor ein Mittel namens Phenatlomin über eine Injektion in den Penis verabreichte und der ganzen Welt seine rein körperliche Erektion zeigte, die nichts mit dem Empfinden von sexueller Lust zu tun hatte, wurde vermutet, dass eine Erektion ausschließlich eine Reaktion des persönlichen Wohlbefindens in Kombination mit einem sexuellen Impuls sei. Nachdem diese Annahme revidiert wurde, bleibt noch die Frage: Doch woran liegt es dann, dass es manchmal im Bett nicht so funktioniert wie beabsichtigt?

Tatsächlich kann eine Erektionsstörung unterschiedlichste Ursachen haben. Körperliche Ursachen kommen ebenso infrage wie psychische oder aus einem zu hohen Konsum suchtfördernder Substanzen wie Drogen, Nikotin und Alkohol. Erektile Dysfunktion kann ein Indikator für eine andere Krankheit wie etwa Diabetes oder Arteriosklerose sein. Eine Verkalkung der Arterien führt unter Umständen dazu, dass der Unterleib nicht mehr ausreichend durchblutet werden kann. Bei einer Ausbreitung der Krankheit könnten aber auch Herz und Gehirn betroffen sein. Die Höhe der Wahrscheinlichkeit einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, ist nicht zu unterschätzen. So sollte derjenige, der das Problem bei sich beobachtet, nicht zu lange warten bis er einen Arzt aufsucht, um sich untersuchen zu lassen.

Es wurde herausgefunden, dass in 70% aller Fälle tatsächlich eine Durchblutungsstörung in der Penisumgebung der Auslöser für eine Erektionsstörung ist. Es kann sowohl die Muskulatur des Penis oder die Gefäßwandmuskulatur betroffen sein. In jedem Fall kommt entweder zu wenig Blut im Penis an, das den Schwellkörper mit Blut füllen kann oder aber es fließt zu schnell wieder aus dem Schwellkörper heraus und eine Erektion kann nicht lange genug gehalten werden. Durchblutungsstörungen treten vor allem bei Vorerkrankungen wie etwa Diabetes oder Arteriosklerose, Bluthochdruck oder einer Fettstoffwechselstörung auf. Um eine Erektionsstörung zu vermeiden, kann es bereits helfen auf eine gesunde, ausgewogene, fettarme Ernährung zu achten.

Andere Vorerkrankungen wie eine Entzündung der Prostata, eine Fehlfunktion der Schilddrüse oder aber Entzündungen im Bereich der Wirbelsäule, Leber oder Niere kommen ebenso als Ursache in Frage. Vor allem ältere Männer leiden an einer Erkrankung der Prostata. Eine Erektionsstörung kann auch aufgrund einer Bestrahlung im Kleinen Becken resultieren.

Das Hormon Testosteron scheint einen hohen Einfluss auf das sexuelle Vermögen und das sexuelle Bedürfnis von Männern zu haben. So ist ein hoher Testosteronspiegel eine Grundvoraussetzung für eine ausreichend lange Erektion. Mit dem Alter wird immer weniger Testosteron produziert, was dazu führt, dass der Testosteronspiegel sinkt. Eine Erektionsstörung kann die Reaktion des Körpers auf einen veränderten Hormonhaushalt sein und sollte bei einer ärztlichen Untersuchung ebenfalls in Betracht gezogen werden.

Eine erektile Dysfunktion kann aber auch auf der Einnahme von Medikamenten basieren. So ist bei den meisten einzunehmenden Mitteln die Liste der Nebenwirkungen sehr lang und wird zumeist aus guten Gründen nicht gelesen. So wurde herausgefunden, dass das Durchlesen der Nebenwirkungen, diese wesentlich häufiger auftreten als bei Nichtbeachtung des Beipackzettels. Sollte man allerdings eine Verschlechterung der sexuellen Qualität an sich feststellen, ist es ratsam das Phänomen zum einen weiterhin aufmerksam zu beobachten und sich eventuell dazu Notizen zu machen und einen Arzt zu konsultieren. Bekannt für Erektionsstörungen als Nebenwirkungen sind unter anderem Mittel gegen Depressionen, Gicht, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Krebsmedikamente und Medikamente mit einer entwässernden Wirkung. Wichtig ist, dass das eigenmächtige Absetzen eines Präparates nicht zu empfehlen ist und unbedingt mit dem behandelnden Arzt über die Beobachtung gesprochen werden sollte.

Doch auch psychische Gründe können eine Erektionsstörung veranlassen. Eine Erkrankung der Psyche ist häufig bei jüngeren Betroffenen zu finden. Diese sind nur in wenigen Fällen mit einer tatsächlichen psychischen Krankheit verbunden. Stress im Alltag oder Beruf bis hin zum Mobbing können ebenso die Ursache für eine vorübergehende erektile Dysfunktion sein, wie Probleme oder Fragen in der Partnerschaft. Sexuelle Versagensängste können für das Ausbleiben einer Erektion verantwortlich sein.

In den meisten dieser genannten Fälle, kann man sich durch seinen behandelnden Arzt einen PDE-5 Blocker namens Viagra, Cialis oder Levitra verschreiben lassen. Bereits nach einer halben Stunde beginnen die Medikamente zu wirken und veranlassen bei einem sexuellen Impuls eine Erektion von einer befriedigenden Länge.