Erektile Dysfunktion - alternative Behandlungsmethoden

Erektile Dysfunktion - alternative Behandlungsmethoden

pharmacyViele Faktoren können dazu führen, dass Erektionen ein ausbleiben oder nicht lang anhalten. Besteht das Problem seit mehr als 6 Monaten, spricht man von der Krankheit der erektilen Dysfunktion. Verschiedene Medikamente und auch operative Behandlungsmethoden können dabei behilflich sein, die Erektion über längere Zeit zu erhalten und sexuelle Befriedigung zu erfahren

Im Rahmen verschiedener Studien wurde herausgefunden, dass mit steigendem Alter die Häufigkeit an erektiler Dysfunktion zu erkranken deutlich erhöht. So wurde ermittelt, dass nur etwa 9%in den Vierzigern, 15% in den Fünfzigern und bereits 30% der Männer in den Sechzigern an der Erektionsstörung erkrankten. Die Gründe dafür können ganz verschieden sein. Entgegen der früheren Annahme, dass vor allem die Psyche die Ursache ist, hat man bewiesen, dass die Gründe zumeist in den physischen Gegebenheiten zu finden sind. So können Vorerkrankungen ebenso der Grund dafür sein, wie hormonelle Schwankungen, der übermäßige Konsum von Drogen oder Alkohol. Aber auch andere Medikamente können Auslöser der Erkrankung sein.

Der Betroffene sollte, kurz nachdem die Erektionsstörung festgestellt wurde, einen Arzt aufsuchen, da die Störung auch durchaus ein Anzeichen für andere Krankheiten, wie etwa eine Arteriosklerose, sein könnte. Die Verkalkung der Arterien kann durchaus auch andere Bereiche des Körpers betreffen und unangenehme Folgen haben. Sind Herz und Gehirn betroffen kann es zu einem Schlaganfall oder aber einem Herzinfarkt kommen. Ebenso kann der Arzt die verschiedenen Möglichkeiten einer Behandlung aufzeigen, die auch die persönlichen Vorerkrankungen und ermittelte Werte mit einbeziehen. In den meisten Fällen wird auf die PDE-5 Blocker zurückgegriffen. Die verschreibungspflichtigen Medikamente wirken allerdings nur, wenn die Nervenbahnen des Schwellkörpers im Penis vollkommen intakt sind.

Anderenfalls besteht die Möglichkeit über Phentalomin über eine Injektion in den Penis zu nehmen. Der Nachteil an diesem Medikament ist, anders als bei den PDE-5 Blockern, dass die Erektion ohne einen sexuellen Impuls binnen weniger Minuten zustande kommt. Das Medikament muss durch einen Urologen so eingestellt werden, dass die gewünschte Erektion von Glückbringender Dauer ist. Allerding sollte man bei der Injektion vorsichtig sein und sich das Setzen der Spritze unter Umständen von dem Arzt zeigen lassen. Auf diese Weise werden Hämatome und Knötchen verhindert. Wem das Verabreichen von Spritzen zu unangenehm ist, der kann sich mit Hilfe eines Applikators ein kleines Röhrchen in die Harnröhre einführen. In ihr ist der Wirkstoff Alprostadil enthalten. Dieser sorgt dafür, dass die Muskeln um die Penisarterien herum erschlaffen und sich der Schwellkörper mit Blut füllen kann. Mehr als 40% aller Patienten sprechen positiv auf die Medikation an und haben innerhalb von 20 Minuten einen erigierten Penis. Nachteile des Verabreichens des Medikamentes sind unterschiedlichster Natur. So kann es zu einer unangenehmen Dauererektion kommen oder zu Verletzungen der Harnröhre beim Einführen des Röhrchens.

Wem all diese Möglichkeiten nicht helfen sollten, und auch der Einsatz einer Vakuumpumpe in Verbindung mit einem Penisring keine befriedigende Wirkung erzielt. Dem kann eventuell mit einer Operation geholfen werden. Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten eines Penisimplantates. So besteht zum einen die Möglichkeit den Schwellkörper durch ein biegsames Element zu ersetzen. Durch ein manuelles Aufrichten des Penis, kann dieser zu sexuellen Aktivitäten genutzt werden. Im Alltag kann der Penis nach unten gerichtet werden. Er kann sich nicht mehr in seinem Durchmesser oder in seiner Länge verändern. Außerdem bleibt er durch den biegsamen aber nicht veränderbaren Schwellkörperersatz immer etwas steif. Die sogenannten semi-rigiden Implantate werden inzwischen, da es bessere Alternativen gibt, kaum noch eingesetzt. Vor- und Nachteile liegen gleichermaßen auf dem Tisch. Zum einen ist vorteilhaft, dass es keinen Grund zur Besorgnis gibt, dass ein Mechanismus nicht funktionieren würde. Auf der anderen Seite ist die ständige Steifheit ein Problem, dass besonders in engen Hosen oder beim Schwimmen nicht zu übersehen ist und für den Betroffenen unangenehm werden kann.

Ein anderes Penisimplantat wird heutzutage ungleich häufiger eingesetzt: das hydraulische Implantat bietet die Möglichkeit eine Erektion in besonderem Maße gut nachzubilden. Die Operation hierfür ist allerdings wesentlich aufwendiger. So werden nicht nur in den Bereich des Schwellkörpers zwei Zylinder eingesetzt, sondern auch in den Hoden eine hydraulische Pumpe und in den Bauchraum ein Wasserreservoir. Durch eine Pumpbewegung am Hodensack wird Flüssigkeit in die beiden Zylinder gepumpt. An der Pumpe befindet sich ein Ventil, über das man die Erektion wieder lösen kann. Es von Nachteil und sollte jedem Interessenten bewusst sein, dass aufgrund der Komplexität des Eingriffes technische Probleme auftreten könnten, die sich nur durch eine weitere Operation lösen ließen. Bei beiden Operationen wird der Schwellkörper entfernt. Aus diesem Grunde sollte eine Operation nur in Betracht gezogen werden, wenn die Möglichkeiten der Medikation keine Alternative mehr sind.