Erektile Dysfunktion - der Einsatz von pflanzlichen Medikamenten

Erektile Dysfunktion - der Einsatz von pflanzlichen Medikamenten

viagra Immer mehr Menschen leiden aus verschiedenen Gründen an der verbreiteten Erektionsstörung. Helfen sollen dabei verschiedene Medikamente und andere Hilfsmittel. Auch pflanzliche Mittel sind auf dem Markt verbreitet. Bei jedem sollen sie unterschiedlich wirken, sodass nur jeder einzelne das richtige Medikament für sich finden kann.

Die erektile Dysfunktion ist eine Erektionsstörung bei der, anders als bei der Impotenz, zumeist das ist das anhaltende oder wiederkehrende Unvermögen, eine ausreichende Erektion für eine sexuelle Aktivität zu erreichen und aufrecht zu erhalten. Bei dieser Erkrankung ist der Partner an den Auswirkungen der Krankheit beteiligt wie der Betroffene selbst. Nicht selten leidet die Partnerschaft zu stark und zerbricht letztendlich. Über verschiedene Techniken, die über das Ausbleiben einer Erektion hinweg helfen sollen, machen dennoch eine glückliche, sexuell aktive Partnerschaft möglich.

Möchte oder kann man nicht auf die bekannten Mittel wie etwa PDE-5 Blocker mit den Wirkstoffen Sildenafil, Tadalafil oder Vardenarfil zurückgreifen, besteht außerdem die Möglichkeit andere Medikamente über einen Applikator (MUSE) oder über eine Injektion (SKAT) zu verabreichen. Ein letzter Schritt ist eine Operation, die den Schwellkörper des Penis mit einem biegsamen Element (semi-rigiden Implantat) oder einem hydraulisch arbeitendem künstlichen Schwellkörper. Letzterer wird mittels einer Pumpe, die in den Hodensack integriert ist, aktiviert.

Das Vertrauen in die Natur ist auch bei der Herstellung von pflanzlichen Medikamenten allgegenwärtig. Auch im Kampf gegen die Erektionsstörung kann man sie finden. Die meisten Betroffenen nehmen lieber pflanzliche Mittel, um der großen chemischen Keule der synthetisch hergestellten Pharmazeutika zu entgehen. Allerdings wird dabei häufig die Tatsache übersehen, dass nicht alles, nur weil es pflanzlich ist, nicht schädlich ist. Bekanntermaßen kommt es auf die Dosierung an. Doch ist ebenso bekannt, dass manche Pflanzen seit alters her bei unterschiedlichen Krankheiten verabreicht wurden. Die moderne Gesellschaft kann nun von dem traditionellen Wissen profitieren und damit arbeiten. Einige Mittel sind seit langem als Potenzmittel bekannt und erfreuen sich großer Beliebtheit.

So wurde der niedrig wachsende Strauch der Damiana seit mehreren Jahrhunderten gegen Verkrampfungen und zur besseren Durchblutung des Unterleibs verabreicht. Ursprünglich hatte die Pflanze ein großes Verbreitungsgebiet, das sich von Nordamerika bis nach Argentinien erstreckte. Inzwischen kann man sie aber auch in den mittleren Breiten finden.Die Stängel der Pflanze wurden bei Asthma ebenso eingesetzt wie bei Menstruationsschmerzen oder zur Potenzsteigerung. Bislang wurde jedoch keine Studie durchgeführt, die die Wirksamkeit bestätigen konnte.

Die Verwendung von Erd-Burzelbaum ist auf der Erkenntnis begründet, dass die Pflanze den Testosteronhaushalt positiv reguliert. So wird die Pflanze auch bei Sportlern zum Muskelaufbau verwendet. An Menschen konnte diese Wirkung allerdings nicht nachgewiesen werden.

Ginko, die älteste Baumart der Welt, wird seit einigen Jahren aufgrund seiner Durchblutungsfördernden Wirkung gern als Medikament gegen Impotenz verabreicht. Allerdings konnte man die entsprechende Wirkung bis heute nicht beweisen. Seit mehreren hundert Jahren werden die Blätter des Baumes in der traditionellen chinesischen Medizin bei körperlichen Beschwerden verabreicht.

Doch eine Pflanze soll auch synthetischen Wirkstoffen das Wasser reichen können. Die Elfenblume setzt an eben der Stelle an, an der auch das Sildenafil der Viagra und seinen verschiedenen Generika wirkt. Es blockiert das Enzym Phosphodiesterase -5 (PDE-5). Das Enzym ist im Körper unter anderem dafür verantwortlich, dass das cyklische Guanomonophosphat (cGMP) abgebaut werden kann. Das cGMP ist dafür verantwortlich, dass Blut in den Schwellkörper fließen kann, da es die umliegenden, sonst angespannten Muskeln lockert. Würde das Enzym nicht wirken, wäre die Erektion von Dauer. Bei einer Erektionsstörung wird das PDE-5 zu früh ausgeschüttet oder aber das cGMP ist nicht in ausreichender Menge vorhanden, sodass die Erektion nicht lange währt. Die rein pflanzliche Mixtur kann tatsächlich eine hilfreiche Alternative zu den synthetischen Stoffen sein. Einige Studien haben das auch beweisen können. Von Vorteil sind hier in jedem Fall die Nebenwirkungen - es gibt keine.

Falls man sich für die Einnahme von natürlichen Mitteln entscheidet, sollte das in jedem Falle mit dem Lebenspartner und dem behandelnden Arzt besprochen werden. Hierbei können unterstützende Maßnahmen, wie eine gesunde Ernährung, Sporttreiben und das Trainieren der Beckenbodenmuskulatur durchaus helfen. Vor allem letzterer wird eine nicht zu unterschätzende Wirkung nachgesagt. Diese Muskeln sorgen dafür, dass das Blut über eine längere Zeit im Schwellkörper verbleiben kann, indem Venen abgepresst werden. Kleine Teile der Schwellkörper ragen in den Beckenboden. Über das Anspannen der Muskeln werden die Schwellkörper unter Druck gesetzt, was ein längeres Andauern der Erektion zur Folge hat.

Sollten die pflanzlichen Mittel keine Besserung des Problems bewirken, können die Betroffenen sich in einem Beratungsgespräch ein Potenzmittel auf der Basis von PDE-5 Blockern wie Viagra, Cialis oder Levirta verschreiben lassen. Obwohl man die Medikamente auch über das Internet kaufen kann, sollte der Arzt das Mittel empfehlen oder abraten. So bewirkt es beispielsweise bei Männern, deren neuronale Versorgung im Unterleib gestört ist, nichts. Aber auch Männer, die bereits Medikamente einnehmen, sollten sich beraten lassen.